Am letzten Samstag erlebten wir den schon einsetzenden „Goldenen Herbst“ an unserer Abrollwinde in Hohenbrugg. Vorbei ist die stabile und am Boden still stehende Sommerhitze im Flachland. Das bescherte uns mit spürbaren Nordwind eine interessante Wetterlage, die auf gute Thermik hoffen lies vorab.

So erlebten wir wieder einmal 100%ig genutzte Thermik verbunden mit schönen Streckenflügen im gesamten Vulkanland aller Piloten, die abwechselnd als Windenfahrer fungierten. Anfangs fetzblauer Himmel, welcher später mit schönen Thermikwolken gezeichnet war, bescherte uns Fernsichten weit über 100km erstmals bis zum Balaton in Ungarn.
Patrick machte es vor und erflog sich eine feine Raabtalrunde bis Fehring und Petersdorf mit Hendlhof Überflug, damit er Zuhause nach dem Rechten sehen konnte im Freigehege der Hendln und Schafe.
Karlo spurte eine wunderbare Vulkanlandrunde über Söchau, Fürstenfeld gegen den Wind und kam über Jennersdorf retour wieder als schönes FAI Dreieck. Leider verpasste er mit dem „coming home“ die Führung im südoststeirischen Windencup nur sehr knapp.

Ich selbst wollte es unbedingt Richtung Ungarn wissen entlang des Raabtales und landete nach gut 1,5h Flugzeit und Steigwerten von bis zu 5m/s an der Staatsgrenze zu Ungarn vor Sankt Gotthard.
In der Zwischenzeit erfüllte Tandempilot Herbert meiner Tochter Linda einen lang ersehnten Traum mal kurz mit uns abzuheben, um zu schauen wie das tickt wovon der Papa den ganzen Tag immer redet. Anfangs recht zögerlich hatte Herbert von Linda nur die Erlaubnis „NICHT HÖHER ZU FLIEGEN ALS DER KIRCHTURM ZU HAUSE“. Blöderweise war mitten auf der Schleppstrecke eine perfekte Thermikwolke mit 2 Bussarden darunter, die richtig gut Höhe machten. So musste Herbert seiner kleinen Passagierin behutsam erklären, das heute höher zu fliegen richtig spannend wäre mit ihr.

Mit der Erlaubnis doch „ETWAS“ höher zu fliegen wurden beeindruckende 2000m (etwa 1750m über Grund) in der Heimat und da lies der Hausüberflug, mit in den Hof in den Pool reinschauen, nicht lange auf sich warten. Eine schöne Stunde Flugzeit und eine Unterlamm Runde als 9 Jähriges Kind mit extremen Weitblick zu erleben ist sicher fürs ganze Leben ganz tief positiv abgespeichert. Das mit Emotionen überfüllte Kind sprang wie Rumpelstilzchen nach so einem Erlebnis bis weit in die Nacht hinein, zum Leitwesen der Eltern, haha.
Herzlichen Dank Herbert für euer gemeinsames Erlebnis und natürlich auch Danke an beide Birkl´s fürs Schleppen. Nachwuchs dürfte gesichert sein.

Windenfliegen im Flach- und Hügelland des Vulkanlandes ein schöner Teamsport, wo echte Emotionen und Freude am Flugsport nie zu kurz kommen.
Feine Flugausbeute der Piloten an diesem Tag:

